Das Leben usw.

OOXML ist ISO-zertifiziert

August 20, 2008 · Keine Kommentare

Ganz plötzlich ging es zum Schluss und nun hat sich Microsoft doch durchgesetzt. OOXML ist ein ‘Standard’. Die Einsprüche wurden anscheinend im Schnellverfahren vom Tisch gewischt. Und das bei einem Dateiformat mit einer 6000 Seiten langen Spezifikation, das so leicht in Software zu implementieren ist, dass auch Microsoft den Schritt noch nicht gemacht hat.

Ich vermute mal, dass es eigentlich keine technischen oder sonstigen Vorteile von OOXML gegenüber OpenDocument-Format (ODF) gibt - außer, dass es mit dem ISO-Segen den Microsoft-Lobbyisten leichter fallen dürfte, politische Entscheidungsträger zu überzeugen. Hoffen wir, dass eventuell auftretende Schwierigkeiten, die den ‘offenen Standard’ womöglich doch nicht so offen erscheinen lassen könnten, entdeckt werden, bevor Unternehmen und öffentliche Stellen Millionen an Steuergeldern für Software-Lizenzen aus Redmond ausgegeben haten. ODF ist erprobt, funktioniert. Das hat man sich wohl übrigens auch bei der NATO gedacht und sich schon im Juli für ODF entschieden.

Weitere, wichtige Gedanken zum Thema, die ich nicht besser ausdrücken könnte, äußert Wolff auf seiner Seite, die ich ausdrücklich empfehlen möchte.

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Linux ist sexy!

August 19, 2008 · Keine Kommentare

“Das Wort “Distribution” klingt nicht gerade sexy. Was dahinter steht, kann es aber durchaus sein.”

Mit diesen Worten beginnt die Süddeutsche ihrem Online-Artikel “Neue Linux-Distributionen - Kostensparrende Alternative”. Das “kann es aber durchaus sein” muss ich aber mal ganz klar durch ein ‘ist es aber’ ersetzen. (Okay, dass kann ich nur hier, schon klar.)
Ansonsten aber ist der Artikel gerade Einsteigern bzw. Leuten, die es vielleicht werden wollen, zu empfehlen. Nachdem zunächst einmal erklärt wird, was eine Distribution eigentlich ist, gibt die Süddeutsche einen kleinen Überblick über drei der hierzulande wichtigsten Distributionen (Fedora 9, OpenSuse11 und Ubuntu 8.04/Hardy Heron) und deren Vor- und Nachteile für bestimmte Nutzer oder Einsatzgebiete.
Der Artikel ist wirklich lesenswert. In zwei Punkten möchte ich Aussagen die dort gemacht werden aber zum Teil widersprechen oder sie ergänzen.

  1. gibt es zwar für Linux zwar kein weitreichendes natives Spieleangebot. Mir ist aber bekannt, dass eine Menge Spieler Linux benutzen, um DOS als Spieleplattform zu ersetzen oder mit entsprechender Emulation von Cedega zu betreiben, so dass Spiele unter Linux kein wirkliches Problem sein dürften.
  2. ermöglicht es gerade Ubuntu (bzw. Kubuntu - die KDE Oberfläche ist auch möglich) eigentlich ein sehr komfortables Herunterladen von Codecs.

Nun bin ich, dass muss ich einschränken, nicht ständig auf der Suche nach neuesten Medien usw., doch ist es mir noch nicht passiert, dass ich mit Kubuntu (ich benutze die Variante mit KDE) eine Audio- oder Video-Datei nicht öffnen konnte. Das System meldet in diesem Fall, dass es über bestimmte Codecs nicht verfügt und fragt, ob diese installiert werden sollen. Beschwören kann ich so zwar nicht, dass es keine Probleme mit Codecs gibt, aber sie dürften selten sein. Allerdings stehen viele Codecs nicht unter einer freien Lizenz wie Linux, d.h. es müssen evtl. bestimmte Nutzungsbedingungen beachtet werden. Das ist natürlich für Windows-User nichts neues. Neulich las ich auch über kostenpflichtige Software, die dann die letzten Probleme beseitigen dürfte. Die paar Euro hierfür hat man ja schon am Betriebssystem gespart.

Und unschlagbar bei Linux: Der Internet-Support über viele verschiedene Foren, Wikis und Newsgroups. Besonders erwähnenswert hier Ubuntuusers.de.

Fazit also: Lesen! Und allen Umsteigern: Viel Spaß!

Weitere Links:
Was ich an meinem Linux so sehr liebe

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Die Unsicherheit aller Daten

August 17, 2008 · 1 Kommentar

Noch vor einem Jahrzehn, mindestesn aber vor zweien wäre alles noch anders gewesen. Damals hätte jemand, der sich ein einigermaßen vollständiges Bild von den Lebens- und Konsumgewohnheiten, Familienstruktur und der finanziellen Situation eine beliebigen Bürgers dieses Landes machen wollte, einen riesigen Aufwand an Zeit und Manpower, ganz zu schweigen von detektivischem Geschick aufbringen müssen, um auch nur einen einzigen Datensatz zusammen zu stellen.

Vieles war, wenn überhaupt, an unterschiedlichen Stellen, Behörden, Unternehmen vorhanden, Querverbindungen schwierig, Querverweise selten. Der sich nun massiv ausweitenden jüngste Datenschutz-Skandal wäre in dieser Form wahrscheinlich nicht aufgetreten. Zunächst war die Rede von 17000 Datensätzen von Teilnehmern einer bekannten Lotterie. Jetzt könnte es sich laut Medienberichten um 1,5 Millionen Betroffene handeln. Und noch mehr kommt hinzu. Auch Daten von Mobilfunkanbietern und sogar einer als gemeinnützig anerkannten Spendenorganisation sollen auf dem Markt aufgetaucht sein.
Dies alles zeigt, dass es offenbar mit dem Datenschutz hierzulande nicht zum Besten steht. Wird er immer noch nicht ernst genug genommen? Die grassierende Rabattkartenmentalität und das allgegenwärtige ‘Ich habe doch nichts zu verbergen’ deuten darauf hin. Doch im Falle des Missbrauchs von Bankdaten stehen Existenzen auf dem Spiel - auch für die, die nichts zu verbergen haben.
Ich bin ganz und gar ein Gegener von den allgegenwärtigen ‘Die-Gefahr-nimmt-ständig-zu-’Meldungen. Hier nimmt sie allerdings wirklich zu. Und auch die staatlichen Organe tragen ihren Teil dazu bei: Eine immer größere Erhebung von personenbezogenen Daten, eine immer weitere Vernetzung von personenbezogenen Datensätzen und auch Konzentration an wenigen Orten und die gleichzeitig steigende Mobilität von auch sensibelsten personenbezogenen Daten (z. B. über internetgestützte Verarbeitungsverfahren oder die überall notwendigen Plastikkarten), machen uns Bürger nicht nur durchsichtig, sondern auch zum Spielball und zur Milchkuh für Missbrauch.

Noch vor wenigen Monaten schüttelten wir den Kopf über die nicht abreißen wollenden Nachrichten über britische Skandale. Was ist seit dem hier passiert? Die geplante Online-Durchsuchung, die geplante lückenlose Überwachung von Wohnräumen, die Vorratsdatenspeicherung - Erhebung von sensibelsten persönlichen Daten und über die Kontrolle über die Verfahren wird tatsächlich gestritten. Der Telekomskandal (ein Skandal eigentlich, dass er nicht noch immer in aller Munde ist) - er zeigt uns was selbst Unternehmen oder Privatleute in Sachen Datenmissbrauch können. Der neuste Fall - ein Fanal, welches uns zeigt, dass das, was möglich ist, auch genutzt wird.
Und wenn man bedenkt, was allein im Bereicht der öffentlichen Verwaltung und Regierung so an Datenträgern und Elektronik abhanden kommt… Die von der Bundesregierung eingeräumte Bilanz für 2005 bis 2007:

Zwar soll bisher kein Fall bekannt sein, in dem vertrauliche Informationen dadurch zugänglich geworden und missbraucht worden seien. Das ist aber keine Garantie, dass das in Zukunft so bleibt.
Ich hasse den Spruch eigentlich, aber im Bereich der perönlichen Daten ist er wahrscheinlich der beste Rat, dem man folgen kann:

(Daten-)Geiz ist geil!

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Also nee…!

August 13, 2008 · Keine Kommentare

Jetzt habe ich mir zum zweiten Mal mit Kubuntu eine Wind-off-icks-pee-Installation auf dem X31 zerschossen. Offenbar ist der Masterbootsector für Windows nicht mehr richtig lesbar. Der Versuch mittels fdisk mbr das Problem zu beheben hat dann auch dem Zugang zu Kubuntu vergniesgnaddelt (das Wort wollte ich immer schon mal schreiben). Vielleicht ist es mein Fehler, aber ich berichtete ja schon früher, dass ich mit dem Partitionierer von Kubuntu nicht zufrieden bin. Die Angabe von allein der Größe der Partition in Megabyte ist mir zu ungenau. Sobald ich Zeit habe versuche ich es mit einem anderen Linux. Vielleicht auch Debian Lenny. Mal sehen. Die Partitionierung werde ich dann wohl für beide Betriebssysteme vorher mit gparted vornehmen (vorausgesetzt, ich kann genau Größe, Zylinder usw. ablesen und angeben). Also nee… Eigentlich überflüssige Arbeit so was.

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iPhone ‘telefoniert nach Hause’

August 11, 2008 · 1 Kommentar

via law blog
Offenbar hat Apple in alle iPhones eine Art Backdoor eingebaut, die es dem Unternehmen ermöglicht, Software auf dem iPhone nach eigenem Ermessen zu löschen. Zu diesem Zweck verbindet sich das iPhone jedesmal, wenn der Benutzer online geht mit einer bestimmten Web-Seite, über die ein Deinstallationsvorgang in Gang gesetzt werden kann. Das bestätigte, laut spiegel-online, Apple-Chef Steve Jobs gegenüber dem Wall Street Journal.
Sinn und Zweck der ganzen Geschichte soll es natürlich sein, den Benutzer vor Software zu schützen, die beispielsweise Nutzerdaten ausspioniert. So mancher Nutzer könnte allerdings das Vertrauen in das Kult-Handy verlieren, wie z.B. Udo Vetter vom law blog. Wo eine Manipulationsmöglichkeit ist, könnten schließlich auch noch mehr sein.
Möglicherweise stellt sich auch die Frage, ob Geräte mit solchen Eingriffsmögichkeiten überhaupt noch geltenden Datenschutzrichtlinien entsprechend bei Unternehmen, Ärzten, Juristen oder auch Behörden benutzt werden können.

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